Tagebuch, Musik3. June 2007 22:19

Das Leben ist schon interessant. Ich merke grade wieder wie sich mein Musikgeschmack verändert bzw. erweitert. Das Bewußtsein, daß sich da grade was tut hatte ich zum ersten Mal als ein Kollege beim Zivildienst mir »Nick Cave & the Bad Seeds« und »Element of Crime« näherbringen wollte und es zumindest bei letzteren noch einige Zeit gedauert hatte, bis ich was damit anfangen konnte (die neueren Alben von »EoC« sind übrigens – wie bei so vielen Bands – Müll).

Jetzt habe ich mich noch ein bisschen tiefer in das Werk von Arvo Pärt eingegraben und festgestellt, daß er recht viele Orchester-/Chorwerke geschrieben hat. Ich hatte zwar schon immer ein Faible für Gregorianische Gesänge aber irgendwie hab ich mich damit nie so wirklich befasst, außer mal mit den Sachen von Hildegard von Bingen, als ich so eine Mittelalterphase hatte.

Ich weiß natürlich, daß das auch irgendwie mit meiner derzeitigen Grundstimmung zu tun hat, daß mit sowas jetzt gefällt bzw. ich dafür empfänglich bin aber es ist trotzdem auch so dieses Gefühl, daß man vorher noch nicht reif war für diese Art von Musik, die Tiefe die sie hat früher noch nicht so nachvollziehen konnte.

Was ich dem Freund der schwermütigen Klänge bisher sehr von Arvo Pärt empfehlen kann sind seine Alben »Arbos« und »Lamente«, sowie die »Berliner Messe«.

EDIT: Und auch offen sein für Altes. Ich entdecke grad wieder so Sachen wie Deine Lakaien, Metallica und Samsas Traum. Der ganze Gruftie-Scheiß. Schön.

Tagebuch, Eigene Arbeiten, in English, Eigene Photographien11. May 2007 23:01

After half a year of not taking (m)any photos I just uploaded some on my flickr-account. It’s strange. Everthing’s strange.

Reviews, Tagebuch, Literatur23. March 2007 17:38

Dank meinem Vater lese ich grad das wunderbare Buch »Eine Schachtel Streichhölzer« von Nicholson Baker. Weil ich beim letzten Lübeck-Besuch nicht nur meinen Mp3-Player sondern auch Lektüre für die Zugfahrt vergessen hatte, war er so frei mir etwas auszuhelfen.

Eine der Stellen, die mich beim Lesen im Zug laut Auflachen ließen war folgende:

»Nachdem wir die meisten Abfälle verbrannt hatten, rief ich einen Holzhändler an und bestellte ein Klafter. Ein Klafter ist eine Maßeinheit, die ›eine stattliche Menge‹ bedeutet.«

Sehr schön.

Tagebuch, Ansagen, Eigene Arbeiten, in English, Eigene Illustrationen12. March 2007 18:01

Student ID

This is a doodling I did on the trainride back from my hometown Lübeck last weekend. With all the beautiful landscape outside the trainwindows I somehow always end up drawing trees and stuff.

And yes, that is my adress. It’s actually the envelope this semester’s Student ID came in. Thanks to our f***ing antisocial, conservative government these things are now only available for guys that have 500 € on the loose per semester (can I say that?…).

So I am officially putting this drawing on sale here for 500 €. ^__^

EDIT: Well, ACTUALLY my parents just bought that drawing without even knowing it (and they got a »Special Parent’s Price Reduction« from me of course…). They always give me money for everything and I am very grateful for that and at the same time I feel bad taking it all the time.

So thank you so much.

Again.

Tagebuch, Ansagen, in English9. January 2007 21:13

criticker.com is not the movie-version of last.fm I always dreamed of, the layout/design is totally ugly and the navigation really sucks but it’s still better than a similar German site I discovered recently.

So, I’m gonna go with this, of course they don’t have too many of my favourite films (only the first movie from the »A Chinese Ghost Story«-Trilogy) and some films have strange names (like »Tetsuo – The Iron Man« is »The Ironman«, who will recognice it with that title?).

Anyway, here’s my (ugly) profile

Tagebuch, Ansagen6. January 2007 10:15

Mein aktuelles »Wir veranstalten komische Sachen mit unserer Gesichtsbehaarung«-Experiment ist ja unkontrollierter Kotelettenwuchs (auch eins der bescheuertsten Wörter überhaupt, wikipedia schlägt immerhin »Backenbart« als Alternative vor, was es meiner Meinung nach nicht ganz trifft aber wunderbar altmodisch klingt).

Viel zu sehen ist nach meinem eigenen Empfinden bisher nicht, sie werden zwar immer länger aber nicht wirklich buschiger. Allerdings gibt es einen anderen, recht kranken Nebeneffekt: man kann beim Fahrradfahren den Wind in ihnen rauschen hören…

Reviews, Tagebuch, Ansagen, in English, Musik, Konzerte2. January 2007 0:06

Okay, I got the first Audrey album »Visible Forms« for christmas and it turned our to be one of the best albums of the year. Though I am very happy that it’s a wonderful digipack (except for the typagraphy which kind of ruins it by being not as »handmade« as the beautiful graphics) there are no lyrics included. And I seem to be unable to find them on the net. I tried to make a transcription of the track »Vague« becauce it’s my favourite for now but I don’t seem to be to good in doing this kind of stuff. I know that probably no one will ever read this but if someone has the lyrics or corrections on this, please be so kind and leave a comment.

»It’s in the dark,
Be quiet,
Be quiet.

We(?) will recognice you in the dark.
Be quiet,
Be quiet.

It’s in the dark,
Face(s)/Facade(?),

Freezing to death.
Be quiet,
Be quiet.

Bending arms(?), twisting them together.
That’s you…(ah?), …feeling inside out(?)/feed it inside up(?).
Catch me if you can.
Truth …last … sure and stay
In the palm of my hand.

Have you heard Oskar?
He looks on the walls,
He talks like a harp,
He’s open air(?).
We’re freezing to death.

It’s in the dark,
Be quiet,
Be quiet.

Have you heard Oskar?
He walks(?) on the walls,
He talks like a harp,
He’s open air(?).
We’re freezing to death.

It’s in the dark,
be quiet,
be quiet.

Have you heard Oskar?
He walks (?) on the walls,
He talks like a harp,

Be quiet.«

Tagebuch, Ansagen4. October 2006 8:29

Komisch, wie Gedanken ihre Bahnen ziehen aber ich muss grad über eine Sache nachdenken, die ich gestern bei den Nachrichten von irgendeinem Dreckssender (RTL, RTL 2?) gesehen habe. Es ging um das Massaker bei den Amish in Pennsylvania. Irgendeine Frau, die sich mal wieder nicht zu schade war, sich vor laufender Kamera mental zu entblößen meinte, für die Amish-Mädchen sei das ja besonders schlimm, sie würden ja sowas nicht aus dem Fernsehen kennen.

Als ob es für mich weniger schlimm ist, wenn jemand dem Mädchen neben mir den Schädel wegbläst, nur weil ich sowas schonmal im Fernsehen gesehen habe. Was für ein absolut kranker Gedanke.

Reviews, Tagebuch, Animation24. August 2006 21:30

Ich bin ja wie gesagt nicht so der Hardcore-Gamer, als Apple-Nutzer wäre ich sonst bestimmt auch schon wahnsinnig geworden und außerdem ist das generell auch noch so ein Hobby was einen vom Arbeiten und von Freunden abhält.

Aber von »ICO« und »Shadow of the Colossus« hatte ich schon viel gehört und war ganz versessen darauf, weil simple, innovative Spielkonzepte gepaart mit hübscher Graphik (die jetzt nicht der Knaller ist aber für mich, der bei der Graphikentwicklung von PS1-Spielen hängen geblieben ist, kann sie sich durchaus sehen lassen) immer eine feine, aber natürlich auch seltene, Sache sind.

Der Abend war dann auch ein perfektes Beispiel dafür, was ein Computerspiel im Normalfall ist und was es sein könnte. Das erste Spiel war aufgrund eines Mißverständnisses nicht »ICO« sondern »Genji« ein mittelmäßiges Hack’n'Slay-Game im Samurai-Fantasy-Look: »Geh da hin, bring fünf Typen um, geh da hin bring den Endgegner um. Sammel Heilkräuter ein.« usw. usf. Langweilig.

»Shadow of the Colossus« wartet mit einem stimmungsvollen Vorspann, der von einem epischem Soundtrack unterlegt ist, auf, der auch im Rahmen des Spiels immer wieder für Begeisterung und Atmosphäre sorgt. Die Story ist so simpel, daß man gottseidank keinen Film draus machen kann: ein eher androgyner Krieger (der in Deutschland sinnvollerweise den aus dem Titel übernommenen Namen »Wanda« hat. Fast so witzig wie der Typ bei »Blame!«, der »Alter« heißt…) ist an das Ende der Welt gereist um ein Wesen darum zu bitten, ein Mädchen aus dem Reich der Toten zurückzuholen. Das Wesen ist bereit, ihm diesen Wunsch zu erfüllen, wenn er eine Anzahl (16) Götzen zerstört indem er die Kolosse, die sie repräsentieren besiegt.

Das Spiel ist der absolute Knaller, ich hatte es bisher bei keinem Spiel, daß einem einfach immer der Mund offen stehen bleibt, wenn diese riesigen, gewaltigen Viecher ankommen, mit einer Keule auf den Boden hauen, Erde fliegt weg, der Boden bebt, man wird von den Füßen gerissen stürzt hin. Oder wenn man in halsbrecherischer Manier auf diesen gigantischen Dingern rumkrabbelt, die Schwachstelle gefunden hat, ihm den finalen Stoß versetzen will und sich nur noch ganz wenig festhalten kann und das Vieh dann anfängt sich zu schütteln und man circa 40 Meter in die Tiefe stürzt und nochmal hochklettern muss.

Und als Sahnehäubchen gibt es dieses sehr süße, schwarze Streitroß, das auf den herzallerliebsten Namen »Agro« hört auf dem man neben dem normalen (zugebene etwas verplant aussehenden) Reiten auch noch so – bisher gottseidank völlig sinnfreie – Kunststücke wie sich auf das Pferd stellen und von dort mit dem Bogen schießen vollführen kann. Wie man sich an die Seite hängt habe ich leider noch nicht rausbekommen.

Das Gameplay ist außer der etwas nervigen Kamera erfreulich einfach gehalten, der Bogen hat unendlich Schüsse, das Schwert nutzt sich nicht ab, die Energie läd sich wieder von alleine auf, kein stundenlanges Suchen nach Heilkräutern, Waffenschmieden oder ähnlichem Firlefanz. Für zusätzliches Adrenalin sorgt die erwähnte »Festhaltekraft-Anzeige«, die sich leert je länger man ohne zu stehen auf den Kolossen herumklettert, wenn sich diese zum Ende neigt, kann einen die Kreatur abschütteln oder man fällt von allein in die Tiefe.

Alles in allem ein einzigartiges Spiel. Leider.

Tagebuch, Ansagen24. February 2006 10:22

So gehört von der Freundin eines Kommilitonen als Kommentar zu einem alternative-victim, der sich in meinem neuen hate-club, dem Merz (bitte schmeißen sie den DJ weg, der geht ja wohl gar nicht klar), mit seinem Stuhl so schlau in den Durchgang zwischen ein paar Tischen setzte, daß niemand mehr hindurchkam.