Reviews, Animation, Film20. October 2007 18:57

Ich hatte während des FilmEkimi in Istanbul das Vergnügen, die Verfilmung von Marjane Satrapis »Persepolis« auf großer Leinwand zu sehen, was an sich schon wunderbar ist, weil ich noch nichtmal davon ausgegangen bin das ich den jemals in irgendeiner (illigalen) Form zu sehen kriegen würde. Das Vergüngen wurde, wie im Kino in Istanbul leider öfters dadurch geschmählert, daß ein Drittel des Bildes von türkischen Untertiteln verunstaltet wurden und die englischen Untertitel auf einer kleinen Extraleinwand unter der großen eingeblendet wurden, was immer anderthalb Stunden Kopfstrecken bedeutet. Auch bin ich durch diese Konstruktioenen aufgrund des großen Abstands von den Untertiteln zum eigentlichen Bild das erste Mal in meinem Leben in der Lage, zu verstehen warum manche Leute Untertitel nicht mögen: man kann entweder den Film lesen oder ihn sich anschauen. Beides ist nicht möglich.

Bei »Persepolis« ist genau wie bei »Ghost in the Shell II« anschauen sicher die bessere Wahl, das französische Team hat es tatsächlich geschafft Satrapis etwas naiven Stil sehr schön auf der Leinwand umzusetzen, meiner Meinung nach gewinnt, der Film im Vergleich zu ihren Comics sogar fast ein bischen etwas durch den Einsatz von sehr schönen Schattentexturen. Vor allem im letzten Drittel und zum Schluß lässt die Geschichte an Spannung nach, was aber wohl verzeihlich ist, da es sich ja um eine Autobiographie handelt. Auch die Animationen erinnerten mich teilweise an die von mir nicht so geschätzten größeren westlichen Produktionen vergangener Zeiten aber insgesamt gab es einen Haufen sehr schöner Momente, wieder einmal würde man gern ein Making Of sehen, teilweise kommt es mir so vor als hätten sie es geschafft CGI sinnvoll einzusetzen.

Links, Animation28. July 2007 12:09

Die alten »Wallace & Gromit«-Sachen fand ich ja immer fein, auch wenn ich nicht so der Hardcore-Fan war. Das mit der Werkaninchen war irgendwie langweilig und »Flushed Away« ging natürlich gar nicht, ich dachte nach dem Studiobrand oder was auch immer da passiert ist würden sie jetzt in die Disney/Pixar-Ecke abrutschen und war nicht grade auf weitere Produktionen gespannt.

Und trotzdem gibt es was feines Neues aus dem Hause Aardman, »The Pearce Sisters«, schrulliges Character-Design, schöner Style, guter Einsatz von CGI und Handgemachtem. Zumindest die zwei Clips auf der Website sind sehr schön, ich hoffe, das hält sich über neun Minuten.

Vor allem für Leute wie mich, die sich ja irgendwie doch mit der Küste verbunden fühlen (auch wenn Fisch irgendwie nicht sein muss) ist das alles sehr herzerwärmend.

Links, Animation, Film17. May 2007 12:59


Ach, das kanadische Film-Board mal wieder. Diesmal haben sie einen schönen Stop-Motion-Film unterstützt, der von einer Dame auf Eisenbahnreise handelt.

Mein Hauptproblem mit Stop-Motion ist meist das eher cartoonhafte Characterdesign, bei dem sich mir dann sofort der Magen umdreht und ich die Sache für gegessen ansehe (Supersatz). Madame Tutli Putli findet ausnahmsweise mal mein Gefallen, ich find’s schön »realistisch«, der 20er Jahre Hut ist zauberhaft und das Ganze ist wunderbar handwerklich gemacht (nicht so aalglatt wie z. B. »Corpse Bride«)

Schade, daß der Trailer so schlecht und nichtssagend ist, die Making-Of-Videos auf YouTube sind allerdings sehr sehenswert (»Wir haben zwei Jahre in einem dunklen Zimmer zugebracht um diesen Film zu machen«…). Jaja, man kennt das…

Mh, ob ich diesen eingebetteten YouTube Kram hier grad so toll finde, muss ich mir auch nochmal überlegen.

Reviews, in English, Animation, Film, Anime4. February 2007 12:36

Another wonderful film already, I’m so happy. Like everyone else it was quiet surprising for me to watch such a film coming from Studio 4°C in 2001 because it’s a classical fairytale with the look of an 80’s anime. Very beautiful though (and I think they used some 3D-effects what was kinda fun to see in such a classical looking anime and they were really good because inconspicuous made). But that was Studio 4°C is all about in the end: being versatile.

Anyway, this is a totally amazing medieval fantasy story that could perfectly be one of the good, early Studio Ghibli-movies, with a sweet yet independant, young female main character, beautiful music an interesting story and actually some philosophical background.

Of course there seems to be no (subtitled) DVD around like for most of the great Studio 4°C movies.

A nice, funny thing, here. You, sick, sick internet. Sweet.

Reviews, in English, Animation, Film23. December 2006 1:27

This sure is cool. Like pushing the visual style of »Sin City« to the limit.

I don’t know if I like it 100% but the story is surprisingly good (I really liked the ending, what is something that did not happen to me with many movies recently). And they made human body-movement not look totally stupid in a CGI movie! Can you believe that? Step aside Enki Bilal with your dumb, G-Police/Playstation One-like CGI-characters that f***ed up »Immortel« completly (a movie that is a very interesting darker version of Luc Besson’s »Fifth Element« stylewise beside of that on my opinion, but he totally ruined it with the CGI…).

I haven’t seen »A Scanner Darkly« yet (and I probably never will because I so much dislike Keanu Reeves, but if I have the chance to see it I might try to ignore him) but I think this team has done the better job. Still the shadows, especially in the characters’ faces look a little unrealistic from time to time.

And again neither this nor »Scanner Darkly« will hit the big screen around here which would be the way they ought to be watched. It’s depressing.

Links, in English, Animation27. October 2006 0:04

This. Is. So sad.

So they’re doing an animated Hellboy-series for TV. And guess what: the character-design is unbelievable lame.

Why can’t the keep the Mignola-Style like they do in »The Amazing Screw-On Head«? Again I have to say: »Please leave mainstream-animation to the Japanese guys, they know how to do the job. Americans don’t. And most other countries neither.« This looks like just another stupid’s kid animation. I really adore Mike Mignolas work but this is a shame, it seems like a sell-out of his work to me.

And what’s with that crappy pop-metal song in the intro? Man, this is so stupid, it makes me angry.

Again.

Reviews, Links, Animation, Comic9. September 2006 11:13

Okay, es ist schon ein bischen her, das ich das gesehen habe, aber da ich grade dabei bin nochmal Hellboy zu lesen, hatte ich Bock mir das nochmal zu geben. Sowieso dachte ich mir sei es eine schön unsinnige Sache hier mal öfters links reinzubauen, die niemand abruft. Deswegen gibt’s jetzt auch eine Kategorie dafür.

Das Ganze könnte natürlich noch tausendmal besser sein, wenn es zum Beispiel in Schwarz-Weiss wäre (da wirkt Mignolas Stil nochmal ganz anders) oder sie diesen dreckigen Patriotismus Kram da rausgelassen hätten aber für eine Ami-Zeichentrickserie ist das echt eine sehr, sehr, schöne Sache.

Und ein Stil wie der Mignolas schreit eigentlich danach animiert zu werden, schön das es jetzt endlich soweit ist.

Hellboy wär natürlich cooler gewesen aber man kann nicht alles haben. Deswegen:

Die erste Episode von »The Amazing Screw-On Head« komplett online.

Und nicht vergessen: Danach die Umfrage mitmachen und den schrecklichen Patriotismus bemängeln. Ich seh mit Zylinder zwar auch aus wie Lincoln aber trotzdem…

Ach ja, wo wir schon bei Mike Mignola sind: Bei aintitcool.com gibt es ein vom Meister gestaltetes Poster zu Guillermo del Toro’s »Laberinto del Fauno«, daß auf dem ComicCon verteilt wurde. Nicht der Knaller aber besser als das normale Poster.

EDIT: Okay, die Umfrage ist zuende und der Pilot ist auch nicht mehr online. Toll.

Reviews, in English, Animation, Anime, Manga29. August 2006 21:58

Mushishi is probably the most poetic, melancholic and beautiful anime-series I’ve seen so far. In wonderful quiet pictures the series tells about Ginko, a »Mushishi«, someone who investigates incidents that are caused by the »Mushi«, a form of supernatural, elemental life, that has strange effects on people in some cases.

Adapted from a Manga by Yuki Yoshiyama a.k.a. Yuki Urushibara that I’d really like to read someday »Mushishi« tells a different story of which tragic events the Mushis can cause in feudal Japan with each episode. The drawings are stunning, the colors are impressive and the stories leave you with a rather contemplative feeling after each episode. I like it so very much but I can’t watch it too often. Still I am gonna get the DVD someday.

Aside of the official, Japanese homepage here’s a blog with plot-summaries for each episode and wonderful screencaps (but too small, too small…). O yeah, they’re doing a Live-Action-Movie of it, directed by no one less than Master Katsuhira Otomo.

EDIT: The »Mushishi« Manga will be released in the US by »Del Ray« at the end of January 2007 according to information from animeondvd.com. The first volume is available for pre-order on amazon.com.

Reviews, Tagebuch, Animation24. August 2006 21:30

Ich bin ja wie gesagt nicht so der Hardcore-Gamer, als Apple-Nutzer wäre ich sonst bestimmt auch schon wahnsinnig geworden und außerdem ist das generell auch noch so ein Hobby was einen vom Arbeiten und von Freunden abhält.

Aber von »ICO« und »Shadow of the Colossus« hatte ich schon viel gehört und war ganz versessen darauf, weil simple, innovative Spielkonzepte gepaart mit hübscher Graphik (die jetzt nicht der Knaller ist aber für mich, der bei der Graphikentwicklung von PS1-Spielen hängen geblieben ist, kann sie sich durchaus sehen lassen) immer eine feine, aber natürlich auch seltene, Sache sind.

Der Abend war dann auch ein perfektes Beispiel dafür, was ein Computerspiel im Normalfall ist und was es sein könnte. Das erste Spiel war aufgrund eines Mißverständnisses nicht »ICO« sondern »Genji« ein mittelmäßiges Hack’n'Slay-Game im Samurai-Fantasy-Look: »Geh da hin, bring fünf Typen um, geh da hin bring den Endgegner um. Sammel Heilkräuter ein.« usw. usf. Langweilig.

»Shadow of the Colossus« wartet mit einem stimmungsvollen Vorspann, der von einem epischem Soundtrack unterlegt ist, auf, der auch im Rahmen des Spiels immer wieder für Begeisterung und Atmosphäre sorgt. Die Story ist so simpel, daß man gottseidank keinen Film draus machen kann: ein eher androgyner Krieger (der in Deutschland sinnvollerweise den aus dem Titel übernommenen Namen »Wanda« hat. Fast so witzig wie der Typ bei »Blame!«, der »Alter« heißt…) ist an das Ende der Welt gereist um ein Wesen darum zu bitten, ein Mädchen aus dem Reich der Toten zurückzuholen. Das Wesen ist bereit, ihm diesen Wunsch zu erfüllen, wenn er eine Anzahl (16) Götzen zerstört indem er die Kolosse, die sie repräsentieren besiegt.

Das Spiel ist der absolute Knaller, ich hatte es bisher bei keinem Spiel, daß einem einfach immer der Mund offen stehen bleibt, wenn diese riesigen, gewaltigen Viecher ankommen, mit einer Keule auf den Boden hauen, Erde fliegt weg, der Boden bebt, man wird von den Füßen gerissen stürzt hin. Oder wenn man in halsbrecherischer Manier auf diesen gigantischen Dingern rumkrabbelt, die Schwachstelle gefunden hat, ihm den finalen Stoß versetzen will und sich nur noch ganz wenig festhalten kann und das Vieh dann anfängt sich zu schütteln und man circa 40 Meter in die Tiefe stürzt und nochmal hochklettern muss.

Und als Sahnehäubchen gibt es dieses sehr süße, schwarze Streitroß, das auf den herzallerliebsten Namen »Agro« hört auf dem man neben dem normalen (zugebene etwas verplant aussehenden) Reiten auch noch so – bisher gottseidank völlig sinnfreie – Kunststücke wie sich auf das Pferd stellen und von dort mit dem Bogen schießen vollführen kann. Wie man sich an die Seite hängt habe ich leider noch nicht rausbekommen.

Das Gameplay ist außer der etwas nervigen Kamera erfreulich einfach gehalten, der Bogen hat unendlich Schüsse, das Schwert nutzt sich nicht ab, die Energie läd sich wieder von alleine auf, kein stundenlanges Suchen nach Heilkräutern, Waffenschmieden oder ähnlichem Firlefanz. Für zusätzliches Adrenalin sorgt die erwähnte »Festhaltekraft-Anzeige«, die sich leert je länger man ohne zu stehen auf den Kolossen herumklettert, wenn sich diese zum Ende neigt, kann einen die Kreatur abschütteln oder man fällt von allein in die Tiefe.

Alles in allem ein einzigartiges Spiel. Leider.

Reviews, Animation, Anime25. February 2006 1:16

Krass.