Reviews, Tagebuch, Ansagen, Literatur20. April 2008 13:01

Wer — wie ich — bald mit dem Design-(oder sonstigem, ähäm, »künstlerischem«)Studium fertig wird und vor dem »richtigen Leben« genauso panisch ist wie ich, kann sich zumindest ein bischen mit dem sehr feinen Berufseinstiegs - Kompendium der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main beruhigen, wo alles wichtige zu Betriebsgründung, Steuern, Rechnungen schreiben und anderen Horrorthemen fein erklärt wird. Danke!

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Reviews, in English, Literatur13. May 2007 17:37

Recently I rediscovered the works of Michael Ende. In my opinion he was one of the best German authors of children’s books of all time.

I’ve always been in love with his »Der Satanarcholügenialkohöllsiche Wunschpunsch« (»The Satanarchaeolidealcohellish Notion Potion«), there is a really good audiobook (and a – of course – really BAD animated tv-series) of this work, produced in the 90s – read by the maestro himself – that shows what a great reader he is. I own it on casette and I don’t know how many times I’ve listened to it but I can quote almost the whole thing.

I had the opportunity to watch the screen adaption of »Momo« on the big screen once and I really enjoyed it. I am listening to its audiobook these days and it is really astonishing to see how this modern »fairy tale« deals with subjects I’ve been bothering myself with recently, such as: Is work/success really the center of my life? Am I doing the right thing with the time I got? How do I want to spend my life? Ende has a great way of dealing with these essential questions, creating lovely characters and telling unique, universal stories with them.

Another of these »Strange how life goes in circles all the time«-thing happened when doing some research on Michael Ende: I was really happy to read that he was fascinated by Japanese culture because – as some may have noticed – I am too. He seems to have translated some stories by Kenji Miyazawa (known best for his »Night of the Milky Way Railway«) into German with his Japanese translater and second wife Mariko Satō. And guess what: I really have a favour Miyazawa too. Don’t know if they published the stories they translated though because there is only one book with Miyazawa-stories available in Germany, I think (»Die Früchte des Ginkgo «) and that has been translated by someone else. Still pretty cool ^__^

What most people don’t know – I suppose – is that he has written some really wonderful stories for grown-ups (or rather stories ONLY for grown-ups because just like the films of Hayao Miyazaki / Studio Ghibli ALL of his stories should be read by adults) like »Der Spiegel im Spiegel« (»Mirror in the Mirror«), a collection of really weird short stories.

And don’t forget to get your eyes on the wondeful illustrated »Der Lindwurm und der Schmetterling« (beware of the new – pretty bad – version with illustrations by the same artist, Wilfried Hiller) one of my other favourites.

Reviews, Tagebuch, Literatur23. March 2007 17:38

Dank meinem Vater lese ich grad das wunderbare Buch »Eine Schachtel Streichhölzer« von Nicholson Baker. Weil ich beim letzten Lübeck-Besuch nicht nur meinen Mp3-Player sondern auch Lektüre für die Zugfahrt vergessen hatte, war er so frei mir etwas auszuhelfen.

Eine der Stellen, die mich beim Lesen im Zug laut Auflachen ließen war folgende:

»Nachdem wir die meisten Abfälle verbrannt hatten, rief ich einen Holzhändler an und bestellte ein Klafter. Ein Klafter ist eine Maßeinheit, die ›eine stattliche Menge‹ bedeutet.«

Sehr schön.

Eigene Arbeiten, in English, Eigene Illustrationen, Literatur, Eigene Collagen21. January 2007 14:32

Der Stier in der Fischfabrik

Yiha, I just ran a backup prog and read about this work that I’ve done as a present for a friend’s birthday in 2006 in the program’s logfile. I always adored Meyrink’s book almost as much for his gorgeous description of Prague as for the mystical parts.

I rarely do collages but this one’s one of the few I was satisfied with in the end (the pic above is just a detail, click it for the whole work).

Reviews, Literatur20. November 2005 22:59

Haruki Murakami ist zurück! Nach dem eher mittelguten »Kafka am Strand« jetzt ein aktuelles Werk, das ein Kleinod im wahren Sinne des Wortes ist. In sehr, kurzes, kompaktes Buch, daß sich wunderbar lesen lässt und obwohl es nicht den whiskeytrinden, arbeitslosenden Mittvierziger zum Helden hat wegen dem ich Haruki Murakami so schätze, vereint dieses Buch doch alle Eigenschaften, die seine Werke so einzigartig machen: wunderbare Beschreibungen des japanischen Alltags, die in jedem, der regelmäßig japanische Filme sieht und liebt wohlige wohlige Gefühle hervorrufen wird, gepaart mit einer einzigartigen Mystik, die auf seltsame Weise diesen Alltag aufbricht ohne im gerinsten esoterisch zu wirken.

Das Buch ist vor allem so gut, weil es so reduziert ist. Während »Kafka am Strand« teilweise etwas ziellos wirkte beschränkt sich Murakami in diesem Buch auf eine einzige Nacht und ein paar Orte und schafft es trotzdem Charaktere aufzuzeichnen, die sich entwickeln und die man liebgewinnt. Auch sehr schön ist es, daß es keine billige Erklärung für die phantastischen Teile des Buches gibt.

Ein einziges etwas störendes Manko hat das Buch: Murakami verwendet hier teilweise ein literarisches Mittel zur Beschreibung von Beobachtungen, die mehr als stümperhaft wirkt: Er führt eine Kamera oder ein Auge ein, dessen Sicht in der »Wir«-Form beschrieben wird. Dies soll wahrscheinlich den jeweiligen Passagen des Buches einen filmischen touch geben, allerdings wirkt es zumindest in der deutschen Übersetzung mehr als plump, wenn Murakami sagt »Wir fahren noch etwas näher an die Schlafende heran,…«. Diese Passagen lesen sich wie Auszüge aus einem Drehbuch, haben aber in Murakamis wunderbaren Büchern nichts verloren. Unverständlich warum er dieses Mittel eingeführt hat bleibt dies vor allem, wenn man bedenkt, wie gewandt er sonst mit Worten umgeht, da es ihm eigentlich leicht hätte fallen müssen solche Szenen im Kopf des Lesers zu erzeugen ohne mit einer Haudrauftaktik eine Kamera zu installieren um dem Leser zu zeigen wie diese Szenen gemeint sind.

Bleibt zu hoffen, das es sich hierbei um einen Ausrutscher in diesem ansonsten wunderbaren Buch handelt.